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Das ist unsere Neue Altstadt Frankfurt am Main


Die Stadt Frankfurt

Wer seinen Blick über die Skyline von Frankfurt am Main streifen lässt, sieht Frankfurt als eine sehr moderne, ja junge Stadt. Die Wahrheit ist: Frankfurt ist alt. Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden städtischen Zentren Deutschlands. Im Jahr 794 erstmals urkundlich erwähnt, war Frankfurt seit 1372 Reichsstadt und damit reichsunmittelbar, d.h. direkt dem Kaiser unterstellt. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 werden die meisten römisch-deutschen Könige in Frankfurt am Main gewählt und seit 1562 auch gekrönt.

 

   

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Zugang zur neuen Frankfurter Altstadt: über den Römer. Rechts am Salzhaus
das Mosaik Phoenix aus der Asche von Wilhelm Geißler.

 

Altstadt

Das Territorium der Frankfurter Altstadt ist größer, als die meisten vielleicht denken. Es entspricht in etwa der städtischen Bebauung, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts erreicht wurde und durch die teilweise noch erhaltene Staufenmauer begrenzt war. Bis zu ihrer Zerstörung im März 1943 galt die historische Frankfurter Altstadt mit ihren rund 1.250 größtenteils aus dem Mittelalter und der Renaissance stammenden Fachwerkhäusern als eine der größten Fachwerkstädte Deutschlands.

 

Dom

Der Dom, genauer gesagt der Kaiserdom St. Bartholomäus ist eine Krönungskirche des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In ihrem Vorgängerbau, der 852 geweihten Salvatorkirche, fand 855 die erste Königswahl in Frankfurt statt. Der Dom war von 852 bis 1803 Stiftskirche, aber nie Kathedrale im kirchenrechtlichen Sinn einer Bischofskirche. Der Habsburger Maximilian II. war der erste römisch-deutsche Kaiser, der im Frankfurter Dom gekrönt wurde.

  

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Graf Günther von Schwarzburg (Thüringen) ließ sich im Jahr 1349 gegen den König und späteren Kaiser Karl lV. als Gegenkönig aufstellen. 
Grabplatte im Dom

  
Wahlkapelle

Die Königs- und Kaiserwahlen fanden seit 1438 in der südlich an den Chor des Doms angebaute Wahlkapelle statt. Die Goldene Bulle von 1356 regelte die Modalitäten: Die Kurfürsten hatten den Eid abzulegen und ihre Entscheidung „ohne jede geheime Absprache, Belohnung oder Entgelt“ zu treffen. Die Wahlkapelle diente auch als Umkleide. Hier wurden dem gewählten König die „Gewänder Karls des Großen“ angelegt.

   

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 Die Ostzeile des Römerbergs - auch Samstagsberg genannt -
von der Limpurger Gasse aus gesehen. 

 

Römer

Wer vom Römer spricht, meint entweder das Frankfurter Rathaus oder den Platz, an dem es liegt: den Römerberg. Die Postadresse des Frankfurter Rathauses ist dann auch Römerberg 23. Aber wo genau ist der Berg?

Der Römerberg entsteht im Vergleich zum Main. Der Höhenunterschied vom Main bis zum Römer beträgt ca. drei Meter. Noch höher als das Rathaus liegt der Samstagsberg auf der Ostseite des Platzes gegenüber.

Der Wiederaufbau seiner Häuserzeile von 1981 bis 1983 war die Initialzündung für die Errichtung der neuen Altstadt 40 Jahre später. Weitere Rekonstruktionen sollen folgen, z. B. die Rekonstruktion der Rathaustürme „Kleiner Cohn“ und „Langer Franz“.

 

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 Der Habsburger Joseph ll. (re.) nach der Krönung zum römisch-deutschen König beim Bankett im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses. (27.3.1764)
Gemälde von Martin van Meytens 

 

Schirn

Die Schirn Kunsthalle ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in der Altstadt von Frankfurt am Main, umgangssprachlich einfach die Schirn genannt. Sie zählt zu den bekannten Ausstellungshäusern Europas. Ihr Name leitet sich her von den Schirnen, den überdachten Verkaufsbänken der Metzger in der Frankfurter Altstadt.

Zusammen mit dem Historischen Museum bildet die Schirn Kunsthalle ein einzigartiges kulturelles Kraftfeld und leistet damit einen wichtigen Beitrag, dass die neue Altstadt Frankfurt mehr ist als ein nostalgisch verklärter Sehnsuchtsort.

 

 

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Frankfurter Hühnermarkt: Vom Eckfenster des Hauses Esslinger hatte der junge Goethe einen guten Blick auf das bunte Treiben der Stadt.

Hühnermarkt

Freie Plätze in der verdichteten mittelalterlichen Stadt waren der reinste Luxus, andererseits notwendig, um den Austausch von Waren zu ermöglichen. Die Hühnermarkt-Überbauung mit dem Technischen Rathaus zwischen 1974 und 2012 war nicht wegen der Glas-Beton-Fassade fragwürdig, sondern vor allem wegen des Verschwindens einer Freifläche, die von großer städtebaulicher Bedeutung war. Die redenden Namen Hühnermarkt, Weckmarkt oder Krautmarkt sagen uns auch heute etwas, über die Nutzung dieser Plätze. 
 

 

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Johanna Melber, Goethes lebenslustige Tante, ist auf einer Porträtplakette am Haus Esslinger an der Hühnermarkt-Nordseite verewigt. 

  
Dom-Römer-Projekt

Die neue Frankfurter Altstadt - auch bekannt als Dom-Römer-Viertel - ist das Zentrum der Altstadt von Frankfurt am Main, das von 2012 bis 2018 im Rahmen eines städtebaulichen Großvorhabens rekonstruiert wurde. Ein rund 7.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Römer im Westen und dem Dom im Osten, begrenzt durch die Braubachstraße im Norden und die Schirn Kunsthalle im Süden, wurde durch die DomRömer GmbH neu gestaltet und bebaut.

 

Alter Markt

Der Alte Markt verbindet als sogenannter Krönungsweg die beiden für die Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser bedeutenden Orte: Dom und Römer. Von Anfang der 1970er-Jahre bis 2010 war das Grundstück vollständig mit dem Technischen Rathaus und dem U-Bahnhof Dom/Römer bebaut. 

 

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Das Haus zu den drei Römern markiert ungefähr die Mitte
des Krönungswegs vom Römer zum Dom.

 

Goldene Waage

Das Haus zur Goldenen Waage zerfiel bei einem Luftangriff am 22. März 1944 zu Schutt und Asche. 2007 wurde die Rekonstruktion von Teilen der historischen Stadtmitte im Dom-Römer-Projekt beschlossen, darunter auch die Wiedererrichtung der Goldenen Waage. 2014 begann der Neubau. Das auch im Inneren restaurierte Gebäude wurde im Dezember 2019 eröffnet. Die Goldene Waage ist im Rahmen von Führungen durch das Historische Museum zugänglich. 

 

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 v. l. n. r. Dom, Stadthaus, Haus zur Goldenen Waage:
Kontor, Warenlager und repräsentatives Domizil direkt am Alten Markt. 


Historisches Museum Frankfurt (HMF)

Das Historische Museum wurde – typisch für Frankfurt am Main - 1877/1878 aufgrund bürgerschaftlicher Initiativen gegründet. Das Museum sollte eine Bildungseinrichtung sein und die Erinnerung an die Zeit der Freien Stadt Frankfurt – vor der Annektion durch Preußen im Jahr 1866 wachhalten. Am 7. Oktober 2017 wurde der Neubau eröffnet.

 

Neue Altstadt Frankfurt am Main: Hintergrund

Frankfurts historische Altstadt kannten die meisten Frankfurter bis 2018 nur von Schwarz-Weiß-Fotografien oder dem Treunerschen Altstadtmodell des Historischen Museums. Seitdem hat Frankfurt eine neue Altstadt. Wie kam es dazu?

Nach langen Diskussionen startete Anfang April 2010 der Abriss des Technischen Rathaus, das seit 1974 als Sitz der technischen Ämter der Stadt Frankfurt am Main diente. Am 23. Januar 2012 wurde der Grundstein für die Bebauung des Dom-Römer-Areals gelegt. Die neue Frankfurter Altstadt konnte schließlich am 30. September 2018 unter begeisterter Anteilnahme der Frankfurter Bevölkerung eröffnet werden. 

Nun ist zu sehen, was die meisten Frankfurterinnen und Frankfurter in ihren kühnsten Träumen kaum zu hoffen gewagt hatten: Die historischen Strukturen von Alt-Frankfurt, viele Gassen, Plätze, Höfe zwischen Römerberg im Westen und dem Kaiserdom im Osten sind schöner denn je wiederauferstanden. Die Stadt hat ihr Herz zurück – und es schlägt munter!

Insgesamt entstanden 35 Neubauten, darunter 15 als schöpferische Nachbauten bezeichnete Rekonstruktionen von historischen Altstadthäusern. Als wertvollste Rekonstruktion und Prunkstück des 7.000 Quadratmeter großen Areals gilt das Haus zur Goldenen Waage.

Im Zuge des Wiederaufbaus wurden außerdem die Plätze und Straßenzüge Hühnermarkt, Hinter dem Lämmchen und Neugasse mit ihren historischen Grundstücken und Innenhöfen, darunter dem Hof Rebstock am Markt und dem Goldenen Lämmchen, weitgehend wiederhergestellt.

Eine unscheinbare, aber die nachhaltigste Veränderung nahmen die Architekten auf der Achse zwischen Dom und Römer vor. Der Alte Markt wurde auf das historische Straßenniveau abgesenkt, so dass der historische Krönungsweg der deutschen Könige und Kaiser wieder begehbar ist.

Gastronomie neue Altstadt Frankfurt

Restaurants

Wirtshaus am Hühnermarkt - Markt 16 - 18

Margarete Restaurant - Braubachstraße 18 - 22

Restaurant Medici - Weißadlergasse 2

Heimat - Berliner Straße 70

Paulaner am Dom - Domplatz 6

 

 

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Kaffee & Tee, Café

Wackers Kaffee - Kormarkt 9 

Bitter & Zart - Braubachstraße 14

limori - Braubachstraße 24

Kaffeehaus Goldene Waage - Markt 5

Metropol Kaffeehaus am Dom - Weckmarkt 15 

 

  

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